Das Rumänische Kulturinstitut ICR präsentiert sich beim Berliner Literaturfestival

ICR, Rumänisches Kulturinstitut | Das ICR Berlin beteiligt sich am diesjährigen Literaturfestival. In der Rubrik „Specials“ wird ein hierzulande etwas vernachlässigtes literarisches Genre, die Graphic Novel, vorgestellt. Graphic Novels besitzen in ihren Formen und Inhalten eine größere Affinität zum Roman als zum traditionellen Comic.

Während Comics meist als „Strip“ in Zeitungen, in Heft- oder Albumform erscheinen, handelt es sich bei Graphic Novels in der Regel um Bücher mit Festeinband. Zudem besitzen Graphic Novels oft mit ihrer Thematik und ihrer narrativen Komplexität einen literarischen Anspruch. Unter der Überschrift Europäische Graphic Novels werden herausragende Beispiele dieser Kunstform präsentiert – mit Graphic Novel-Künstlern aus ganz Europa.

Alexandru Ciubotariu wurde 1979 in Călăraşi, Rumänien, geboren und wuchs in Constanta auf. Er absolvierte ein Studium an der Akademie der Künste „George Enescu“ in Jassy/Iaşi, das er 2004 mit einer Arbeit über die Geschichte der Weltcomics abschloss. Ciubotariu veröffentlichte zahlreiche Zeichnungen, Karikaturen und Comics in über siebzig europäischen Zeitungen und Zeitschriften, u. a. im Business Magazine. Er hat außerdem mehrere Briefmarkenserien für den Katalog Romfilatelia sowie verschiedene Buchillustrationen gezeichnet.

Alexandru Ciubotariu gehört zu den bekanntesten Comic-Zeichnern in Rumänien und veröffentlichte bislang zwölf Comic-Alben, das erste erschien 1995 unter dem Titel „Strainii/The Strangers“ und wurde sogleich als Best Album of the year der International Comics Convention, einer der weltweit größten Comic-Messen, nominiert. Erhalten hat er diesen Preis schließlich für sein drittes Album im Jahr 2000.

Er ist Gründer des Comic-Museums in Bukarest, ist selbst als Kurator tätig und veröffentlichte 2010 zusammen mit Dodo Niţă unter dem Titel „Istoria benzii desenate româneşti“ ein Buch über die Geschichte der rumänischen Comics. Alexandru Ciubotariu lebt und arbeitet als freier Graphiker in Bukarest.

12. September 2011, 20.30: Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
Gast: Constantin Abăluţă
In den Gedichten von Constantin Abǎlutǎ (Rumänien), der sich selbst als „Dichter des Banalen“ bezeichnet hat, scheint unter der banal-absurden Oberfläche immer auch eine harte, entbehrungsreiche Realität durch, die er kritisch beleuchtet. Seine Gedichte bedienen eine Bandbreite von der Art japanischer Haikus bis zu langen Gedichten epischen Ausmaßes.

Constantin Abăluţă wurde 1938 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geboren. Hier absolvierte er das Institut Ion Mincu für Architektur. Schon früh zog es ihn jedoch zum künstlerischen Schreiben. Bereits während des Studiums verfasste er seine ersten literarischen Texte und veröffentlichte diese in verschiedenen Zeitschriften. Nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums mit einem Diplom arbeitete er zunächst einige Jahre als Architekt, bevor er 1969 endgültig seinem Studienfach den Rücken kehrte und von nun an hauptberuflich als freier Schriftsteller wirkte.

Constantin Abăluţă zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern Rumäniens. Er wurde mit diversen Literaturpreisen für sein Schaffen geehrt, darunter bereits dreimalig mit dem Preis des Rumänischen Schriftstellerverbandes und mit dem angesehenen Prix de Poètes Francophone der französischen Künstler- und Autorenvereinigung S.P.A.F. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender der rumänischen Sektion des internationalen Schriftstellerverbandes P.E.N. Der Autor lebt und arbeitet in Bukarest.

17. September 2011,14.00: Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
Gast: Maria Manolescu

Der Stückemarkt des Theatertreffens präsentiert einen Lesemarathon sechs herausragender junger Dramatiker aus ganz Europa. Prominente Schauspieler stellen die ausgewählten Stücke aus Großbritannien, Spanien, Tschechien, Rumänien, Estland und Italien in szenischen Lesungen vor. Die Autoren sind anwesend; beim anschließenden „Laptop-Wedding“ kann man sie persönlich befragen.

Maria Manolescu wurde 1980 in Braşov, Rumänien, geboren. 2006 debütierte sie mit dem Roman Halterofilul din Vitan. Ihre Theaterstücke With a little help from my friends und Sado-Maso Blues Bar wurden mit dem rumänischen dramAcum-Preis für das beste neue Stück ausgezeichnet. Im Rahmen eines internationalen Residenz-Programms am Londoner Royal Court Theatre entstand 2007 „I’m Not Jesus Christ“; weitere Stücke sind „Re:Re:Re:Hamlet“ und „Love Thyself“. 2010 erschien ihr zweiter Roman „Ca picaturile de sânge pe linoleumul din lift“. Maria Manolescu lebt in Bukarest

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